Holzhackschnitzel im normalen Kaminofen

Zunächst war ich sehr zuversichtlich, dann machte sich Ernüchertung breit und nun habe ich erreicht, dass es geht. Aber eins nach dem Anderen.

Was brachte mich auf die Idee, Holzhackschnitzel im Kaminofen zu verbrennen? Es ist doch arg viel Arbeit Holz zu sägen, zu stapeln, für Trockenheit zu sorgen und dann regelmäßig die schweren Brocken ins Haus zu holen. Zudem sind die Preise für Kaminholz heftig gestiegen. Auch tut es mir in der Seele weh, Holzstämme zu verfeuern, aus denen man noch was machen könnte.

Was sind die Vorteile von Holzhackschnitzel?

  • Werden aus jeder Art von Holz gewonnen, auch aus krummen und dünnen Ästen. Aus Holz, welches wirklich nur zum Verbrennen geeignet ist
  • Ist deutlich weniger Aufwand bei Transport und Lagerung
  • Ist deutlich weniger Aufwand bei der Herstellung, insbesondere im Vergleich zu Pellets
  • Trocknet sehr viel schneller, kann insofern schneller im Ofen verbrannt werden

Aber es gibt auch Nachteile

  • Im Kaminofen ohne Vorbereitungen funktioniert es nicht, qualmt mehr als es brennt
  • Da zunächst viel Belüftung erforderlich ist, brennt es relativ schnell weg, häufiges nachlegen bzw. nachschütten ist unvermeidbar
  • Das Umfeld wird mit einbezogen (siehe folgende Fotos), da immer einiges von der Schaufel fällt

Zu den Kosten:

Ich habe 120 Euro für 900 Kilo bezahlt. Das waren 3 BigBags. Eindeutig zu teuer, gibt es bei vielen Händlern wie ich nun erfahren habe, für weniger. Aber dennoch deutlich preiswerter als bspw. Pellets.

Der Ablauf:

Ich habe bei Ebay eine Brennkorb ersteigert der sich leider als viel zu klein erwies:

Ich habe diesen Korb nun gemäß meiner Erfahrungen ein wenig angepasst:

Uns so sieht es dann im Umfeld aus. Die Scheiben werden, wenn es gut brennt, wieder klar. Und wie man sieht, ist es schön warm. Ein Hund sagt mehr als tausend Worte.

Und so im Kamin:

Ein interessanter Link:

http://www.carmen-ev.de

Es gibt sie noch, die unglaublichen Erfolge

Vente Privée liefert eine beeindruckende Story und imposante Zahlen. Es handelt sich um einen französischen Shopping-Club, welcher Überschussware vertreibt. Interessant an dieser Story sind natürlich die nackten Zahlen. Was mich aber beeindruckt ist die Tatsache, dass das Geschäftsmodell des damaligen Gründers Jacques Antoine Granjon aus von ihm nicht beeinflussbaren Gründen auf einmal keines mehr war. Umsatz und Erfolg gingen in die falsche Richtung, aber er hat aus der Krise und mit Kenntnis des sich wandelnden Umfeldes eine neue Strategie entwickelt sowie auf einen neuen Vertriebskanal gesetzt.

Was dann bis heute geschehen ist, ist der Traum eines jeden, der im E-Commerce tätig ist. Die Zahlen sind gewaltig und eine Lektüre wert. Nachzulesen bei seedfinance.de

Aber bei aller Euphorie und Nachahmungsgelüsten, eines kann man Gründer Granjon so schnell nicht nehmen, seine über die vielen Jahre gewachsenen Kontakte zu seinen Lieferanten. Wenn man nichts zu vertreiben hat, nützt auch die tollste E-Commerce-Idee nichts.