Produktfotos mit einfachen Mitteln

Wir haben leider die bittere Aufgabe, von ca. 30.000 Artikel Fotos machen zu müssen. Im Wesentlichen für die interne Verwendung, aber dennoch sollen sie halbwegs professionellen Ansprüchen genügen. Aber wir sind keine „Professionellen“ und wir wollen auch nicht erst einen Fotolehrgang machen. Interessanterweise haben wir jedoch eine professionelle Ausstattung mit Spiegelreflexkamera, Softbox und sündhaft teuren Lampen. Diese hat sich aber als viel zu umständlich und auch vom Ergebnis her als nicht gut erwiesen. Letzteres natürlich nur, weil wir keine Ahnung haben.

Aber angesichts die schieren Menge an Bildern verbietet sich übertriebener Aufwand. Selbst wenn wir nur eine Minute pro Bild benötigen, sind es dennoch 500 Stunden oder 62 komplette Arbeitstage. Also jede gesparte Zeit ist sehr viel Geld.

Wir haben uns eine Auflage mit satinierten Plexiglas gebaut. In einem Raum mit kräftiger Neonbeleuchtung haben wir sodann unsere Smartphones gezückt und so allerhand versucht. Wichtig war es zu erreichen, dass die Artikel keine Schatten warfen. Das Ergebnis, finde ich, kann sich sehen lassen:

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Jedoch will ich nicht verschweigen. dass wir die Bilder nachträglich freigestellt haben. Aber durch die Verwendung der schattenschluckenden Platte, war das sehr schnell erledigt. Mit Live-Auswahlrahmen funktioniert das mit Adobe Fireworks auch sehr schnell.

Mein nächster Schritt wird es sein zu versuchen, das Freistellen zu automatisieren. Für heute in ein Anfang gemacht und ich bin recht zufrieden. „Leider“ gibt es schon viele Bilder, da unsere aber nun doch viel besser sind, müssen wir diese auch erneuern.

Wir haben nun eine Fotostation und definierte Regeln, wonach die Fotos zu machen sind. Einheitlicher und professioneller Darstellung aller Produkte steht nun nichts mehr im Wege. Außer Zeit und Kosten.