Quadro (iOS) ohne Shortcuts mit Autohotkey (Windows)

Quadro ist ein recht pfiffiges Bedienkonzept für PC und MAC unter Verwendung von iPhone oder besser iPad.

Eine schön und informativ gemachte Website sollte man einmal besuchen, falls nicht nur die Maus verwendet soll, oder man einfach Interesse an neuen Ideen hat: http://quadro.me/

Leider ist die App aber recht teuer, daher habe ich zunächst ein weiteres Ausprobieren beendet. So ganz konnte ich doch die Finger nicht von Quadro lassen. Zu sehr hat mich noch dieses Konzept gereizt. Und dann mache ich die Entdeckung des Tages:

Es können Autohotkey-Skripte in den „Actions“ verwendet werden. Damit steht so ziemlich jede Idee zur Umsetzung zur Verfügung. Ein Beispiel: Ich habe eine Anwendung mit relativ wenigen vordefinierten Shortcuts. In dieser kommt übrigens noch erschwerend hinzu, dass unter Windows 10 teilweise keine Icon in der Toolbar sichtbar sind. Man kann nun die Shortcuts anlegen und wenn man sie auswendig gelernt hat, auch die Toolbar abschalten, aber das erfordert reichlich Fleiß, Kreativität bei den Shortcuts und natürlich Erinnerungsvermögen. Also habe ich mir nun ein Autohotkey-Skript geschrieben, welches die als Parameter übergebenen Menü-Punkte im Programm startet. Ich brauche mir nun keine Shortcuts mehr ausdenken und merken und ich sehe in der Konfiguration von Quadro, was das Pad auf dem PC dann machen wird. „File Open“ ist irgendwie doch sprechender als „STRG-O“. Und die Pads auf dem iPad kann ich schön beschriften und und mit institutiven Symbole versehen.

Fazit: Neben meiner Maus liegt nun ein iPad, die Toolbars habe ich abgeschaltet und so auch mehr Platz auf dem Bildschirm. Ich brauche mir keine Shortcuts merken und mit dank des Autohotkey-Skriptes kann ich mir die „Actions“ in Windeseile anlegen.

Total Commander lebt! Version 9 Beta1 erschienen

logo_phpBBKein anderes Tool hat derart lange Bestand in meiner Werkzeugkiste, wie der Total Commander. Ich frage mich nach wie vor, wie man effektiv an seinem PC arbeiten soll, ohne das damals noch Windows Commander genannte Schweizer Messer. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wenn man bereit ist, die Möglichkeiten zu erforschen, Shortcuts beherrscht und auch mal die Hilfe bemüht, es einfach nichts produktiveres gibt, im Bereich der Datei- und Verzeichnisverwaltung unter Windows.

An der Stelle einmal ein ausdrückliches „Danke schön“ an Christian Ghisler! Im Übrigen hat er noch nie Update-Gebühren verlangt. Und dies seit vielen Jahren nicht. Und auch mit neuer Version wird er es nicht tun. Ich hätte jedes Update bezahlt. Ohne zu überlegen.

In Version 9.0 beta 1 sind folgende neuen Features enthalten:

Es hat nun wenig Sinn diese Liste hier zu wiederholen. Für mich ein Highlight ist die Integration des „Everything„-Tools. Weitere aus meiner Sicht bedeutende Neurungen sind:

  • Ansichtsmodi, können manuell über das Menü „Anzeigen“ oder automatisch durch benutzerdefinierte Regeln umgeschaltet werden
  • Symbole auf den Tabs (Registerkarten) anzeigen, abhängig vom angezeigten Ordner
  • Gedimmte Symbole für versteckte Dateien / Ordner
  • Klick auf Tab-Header bei Option „gesperrt, aber Verzeichnisänderungen erlaubt“ -> ins Basisverzeichnis dieses Tabs zurückkehren
  • Bessere Unterstützung für Bildschirme mit hoher Auflösung
  • Skalierung der Dialogfelder (OverrideDPI) über Konfigurieren – Einstellungen – Schrift
  • Unicode-Unterstützung für descript.ion-Dateien
  • Umbenennen (Umsch+F6): Pfeil nach oben/Pfeil nach unten um zur vorherigen/nächsten Datei zu springen (konfigurierbar)
  • F5 Kopieren/F6 Bewegen: Combobox mit allen geöffneten Tabs und allen Unterverzeichnissen im Zielfenster (Umsch: Quellfenster)
  • F5 Kopieren: leere Verzeichnisse überspringen durch Anhängen von | **\ an die Zeile „nur Dateien dieses Typs“
  • Dateien direkt löschen (nicht in den Papierkorb): Bei Fehlern erst am Ende der gesamten Operation nachfragen
  • Dateien direkt löschen: Neue Option „Alle überspringen“, falls Dateien fehlen
  • „Everything“-Tool benutzen, um auf NTFS-Laufwerken viel schneller zu suchen, wenn möglich auch bei Netzwerklaufwerken
  • Mehrfach-Umbenenntool:
    • Neue Buttons zum Einfügen seltener benutzter Felder
    • Verbesserter Dialog zur Auswahl von Namensbereichen
    • Automatisches Umbenennen in „name (2).ext“, „name (3).ext“ anbieten, wenn es doppelte Namen gibt, oder Namen, die bereits vorhanden sind
  • Lister:
    • Strg+Umsch+Q: Schnellansicht in einem separaten Lister-Fenster öffnen, Inhalt anpassen beim Wechsel zu anderen Dateien
    • Größeren Puffer verwenden, um große Textblöcke ohne Zeilenumbrüche korrekt anzuzeigen
  • Virtuelle Ordner wie die Netzwerkumgebung asynchron einlesen (schnellere erste Antwort) und in Hintergrund-Thread

Dann werde ich jetzt mal mit dem Beta-test beginnen.

 

Im Total Commander Junctions erzeugen

Total Commander DropBox

Junctions sind vor allem in Verbindung mit Dropbox praktisch, da darüber externe Verzeichnisse in das DropBox-Verzeichnis eingebunden werden können.

An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Im Dropbox-Ordner müssen die Originaldateien enthalten sein, extern der Link!

Die Junction jedes mal an der Kommandozeile zu erstellen, ist lästig.  Diese hat übrigens die folgende Syntax:

MKLINK /J <LINK> <ZIEL>

oder

MKLINK /J "p:\Meine Dateien" "X:\My Dropbox\Meine Dateien"

Schneller geht es im Total Commander mit einem Button in der Buttonbar. Dieser ruft ein noch zu erstellendes Batchscript auf. Als Parameter gibt man „%P“ %S „%T“ an. Das Batchscript hierfür sieht wie folgt aus:

rem mklink [[/d] | [/h] | [/j]] <Link> <Target>
rem          /d Creates a directory symbolic link. By default, mklink creates a file symbolic link.
rem                 /h Creates a hard link instead of a symbolic link.
rem                        /j Creates a Directory Junction

MKLINK /J %3%2 %1%2
pause
exit

Nun markiert man auf der linken Seite das Verzeichnis, welches auf der rechten Seite als Junction repräsentiert werden soll. Ein Klick auf den neuen Button in der Buttobar und das war’s.

Diese wenigen Schritte sind erforderlich, obwohl es dafür extra zu installierende Programme gibt, solche sind also völlig überflüssig.

Windows-Programme unter Linux

vbox_logo2_gradientOhne Tricks, ohne Wine und ohne jegliche Anpassung ist es möglich Windows-Applikation auf einem Linux-Desktop verfügbar zu machen. Wie? Mit VirtualDesktop von Sun. Einfach Windows als Gast starten uns anschließend den Streamless-Mode. Die Winsows-Anwendungen residieren dann wie Linux-Applikationen auf dem Desktop. Dann noch ein besonders schlankes XP konfiguriert, welches sehr schnell bootet und es steht nichts mehr im Wege, Linux auf dem Desktop einzurichten. Ich habe es auf unserem privaten PC getan.

Weitere Info zum Streamless-Mode (englisch)