Gelungenes Festival mit Einschränkungen: Rhythm ’n‘ Blues Festival in Halle

blues_halle_2015Brixtonboogie war ein Highlight. Blues und Rap, welch eine phantastische Kombination. Eine Band aus Hamburg, deren Konzert unbedingt zu empfehlen sind. Ich werde die nächste Gelegenheit erneut nutzen.

Popa Chubby ist schon ein Hingucker wert, aber vor allem Hinhörer. Der Mann spielt Stratocaster, die Wahrscheinlichkeit, dass das was Gutes bei raus kommt, ist immer hoch. Habe heute zig Mal Wild Horses von den Rolling Stones gehört, Popa hatte das so sehr schön interpretiert, dass ich heute mal wieder Appetit auf die Stones und weitere Interpretationen dieser schönen Ballade bekommen habe.

Ryan McGarvey war ein technisch unglaublich guter Auftritt, aber für mich zu wenig Dynamic. Einfach viel zu rockig und dazu eintönig, extrem laut. Irgendwann ging sogar das virtuoseste Gitarrenspiel auf die Nerven.

The Good Old Boys folgten, welche mir irgendwie fehl platziert erschienen. Das war Soul mit viel zu viel Akteuren auf der Bühne. Der Kontrast, wenngleich eigentlich nach McGarvey sehnlichst erwünscht, war dann doch nicht der von mir gewünschte.

Wie auch immer, Brixton und Popa haben mir den Abend unvergesslich gemacht und daher wird es wohl kommendes Jahr eine Wiederholung geben. Bowers & Wilkins garantieren als Sponsor eine ziemlich aufwändige Veranstaltung. Denn lecker Essen gab es auch…

 

Kings of Floyd verwöhnte mit bestem Konzert bei Rock für Ratingen

image

Es mag daran liegen, dass meine Erwartungen nicht besonders hoch waren, neben angekündigtem Regen war auch das Festivalgelände nicht sehr einladend. In Nachbarschaft zu einem hell erleuchteten Billighotel, welches auch so aussah, kam eigentlich nicht so recht Stimmung auf. Doch kaum hatte Kings of Floyd begonnen, wurde eine Spannung aufgebaut, die das ganze Konzert anhielt. Es war ein Best Of Pink Floyd, keines der allerschönsten Stücke wurde ausgelassen und dies meist in Arrangements, bei denen ich schon dachte, besser als Pink Floyd. Highlight war Lucy Wende. Sie fabriziert immer wieder Gänsehaut mit Ihrem faszinierendem Gesang.

Das teils mitsingende Publikum, dann später auch die witzigen Ansprachen von Mark Gillespie (welcher mit Fieber auftrat) und gelungene Lasereffekte,  machten den Abend auch atmosphärisch zu einem sehr gelungenen.

Tipp für nächste Konzerte: Vehement Zugaben einfordern, mit den(r) Ansage(n) „Ach das haben wir (auch) noch vergessen“ setzen sie dann noch einmal einen drauf.

Tipp an die Veranstalter: Die Bühne beim nächsten Mal genau auf die anderer Seite, dann haben  einen schönen Blick in die Natur. Und den Hinweis „Keine Abendkasse“ um dann doch eine anzubieten würde ich weg lassen. Deswegen sind sicher einige nicht gekommen. 

 

Hildener Jazztage

hildener-jazztageVielleicht steht Hilden ein wenig im Schatten der Düsseldorfer Jazzrally, oder der Leverkusener Jazztage, aber sicher zu unrecht.

Ich schlage vor das Programm zu studieren, ich denke da ist eine Menge hochkarätiges dabei. Ich freue mich schon auf Mittwoch: Groove Party mit Malene Mortensen.

Auch ein Hinweis wert ist der Samstag abend: International Jazznight mit der WDR Bigband.

Sehen wir uns?